Elisabeth Büchle & Noa C. Walker

NEUES AUS DER SCHREIBSTUBE


Willkommen beim Text-Adventskalender


05. Dezember

Du suchst noch ein Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen? Wie wäre es mit einem persönlich signierten Roman? Ich habe auch bereits im Handel vergriffene Bücher noch vorrätig. Frag einfach nach.

Oder verschenke einen hübschen Gutschein - den Du von mir zugemailt bekommst - von DIE ERBIN DES BERNSTEINZIMMERS.
Wie das alles geht, findest Du HIER und HIER.

Du willst immer wissen, was gerade in der Schreibstube passiert? Mehr über neue Projekte erfahren, als erstes die Cover sehen, integriert werden in so manchen Schreib/Rechercheprozess? Dann melde Dich zu meinem "Neues aus der Schreibstube"-Rundbrief an. Wie das geht, erfährst du HIER.

Dann öffnen wir mal das 5. Türchen des Text-Adventskalenders:



Fynn wollte Josefine gern in den Arm nehmen, wie man das eben so machte, wenn man alte Bekannte traf. Doch ihre vor der Brust verschränkten Arme erinnerten ihn rechtzeitig daran, dass sie das noch nie hatte leiden können. Sie war das einzige Mädchen aus seinem Jahrgang, das er nie umarmt hatte. Nicht einmal bei der Verabschiedung nach dem Abiball. Dabei war sie die Einzige gewesen, die er wirklich in seinen Armen hatte halten wollen.

Zu seiner eigenen Verwirrung hatte sich daran bis heute nichts geändert. So zumindest signalisierte es ihm sein heftig klopfendes Herz. Gleichzeitig wurde ihm bewusst, dass Josefine mit ihrer herausfordernden Bemerkung nicht ganz falschlag. Er war offenbar nie erwachsen geworden, wenn er immer noch jener jugendlichen Schwärmerei nachhing. Immerhin wusste er nicht, was Josefine in den vergangenen Jahren getan und erlebt, in welche Richtung sie sich entwickelt hatte.

Und ja – er konnte ein Grinsen nicht unterdrücken –, es gab tatsächlich etliche Zeitgenossen, die behaupteten, er würde wohl nie erwachsen werden.

„Gibt es einen Grund, weshalb du hier bist, oder genießt du nur die Aussicht?“, fragte Josefine gegen das laute Brausen der Blätter und eine weitere kräftige Windbö an.

„Es gibt sogar einen sehr guten Grund.“ Ich musste dich einfach sehen!

„Da bin ich aber beruhigt. Ich hatte schon befürchtet, dass du in diesen Gemäuern ein geheimes Zimmer mit einem Schatz vermutest.“

Fynn öffnete den Mund und schloss ihn sofort wieder – wie ein Fisch auf dem Trockenen. Demnach hatte Josefine von seinen Schatzsucher-Aktivitäten gehört und über seine Erfolge und Eskapaden in der Zeitung gelesen. Prompt fragte er sich, ob das seinem Vorhaben nun zuträglich oder eher hinderlich war.

„Ich gehe jetzt mal meinen Opa besuchen. Sobald du deine Sprache wiedergefunden hast, kannst du mir ja erzählen, was du hier tust.“ Sie zuckte mit den Schultern. Versuchte sie so zu demonstrieren, dass es sie nicht interessierte, weshalb er hier war?

Zielstrebig wollte Josefine an ihm vorbei- und auf die Pforte zugehen, doch Fynn ergriff sie rasch am Unterarm. Der dünne Stoff ihres Shirts, dessen Schnitt und Farbe vermuten ließen, dass es – ebenso wie der wild um ihre Beine flatternde Rock – aus dem Ökoladen stammte, ließ die Wärme ihrer Haut durch. Der Ausdruck in ihren Augen kühlte das angenehme Gefühl, das ihn durchströmte, jedoch sofort wieder auf Normaltemperatur herunter. Schnell, wenn auch widerwillig zog er die Hand zurück.

„Ich wollte dich fragen, ob du mich deinem Großvater vorstellen kannst.“

„Du hast ihn doch schon oft getroffen.“

„Das weiß ich. Doch ich vermute, dass er sich nicht mehr an mich erinnert.“

„Er ist alt, aber nicht –“

„Ich dachte nur, weil es ja schon viele Jahre her ist, dass wir uns zuletzt begegnet sind.“

Ihrer Andeutung, die er jäh unterbrochen hatte, entnahm Fynn, dass Josefines Großvater geistig noch vollkommen fit war. Das freute ihn, schließlich wollte er mit Johannes Korell über dessen Vergangenheit sprechen.

Josefine sah ihn prüfend an, dann huschte ein Grinsen über ihr Gesicht, das ihn eigentlich hätte warnen sollen. Davor, dass Johannes ein überaus kluger Kopf war; einer, der nicht so schnell vergaß ...



Ich wünsche euch einen WUNDERbaren 2. Advent. Hier versinkt die Welt in eisweiß geschmückten Bäumen und so dichtem Nebel, dass ich weder die Berge noch den See sehen kann. Deshalb nehme ich euch gleich mit in eine etwas wärmere Jahreszeit ... Josefine will also gerade zu ihrem Großvater Johannes ...

4. Dezember

Fynn
Josefine eilte mit raumgreifenden Schritten genau in seine Richtung. Sie trug das blonde Haar viel kürzer als früher, doch der freche Bob
stand ihr ausgezeichnet. Die Fransen betonten ihr rundes Gesicht, das aufgrund der großen braunen Augen und des spitzen Kinns immer noch etwas Kindliches hatte, obwohl Josefine inzwischen Ende zwanzig war.
Sie beide hatten einst in der derselben Straße gewohnt und zusammen den Kindergarten und die Schule besucht. Erst nach dem Abitur
waren sie getrennte Wege gegangen.
Bis zu ihrem elften Lebensjahr war Josefine von einigen Klassenkameraden als »dicke Nudel« belächelt worden. Doch dann war sie
in die Höhe geschossen, um schließlich alle anderen Mädchen und sogar einige der Jungs in ihrer Klasse zu überragen. Heute hatte sie
eine athletische Figur und sah damit deutlich gesünder aus als jene Hungerhaken, die Fynn zuletzt auf einem Klassentreffen gesehen
hatte, bei dem Josefine, sehr zu seinem Bedauern, nicht zugegen gewesen war.
»Josefine Kenkel«, sprach er sie an, da er befürchtete, sie könnte durch die Eingangstür eilen, ohne ihn überhaupt bemerkt zu haben.
Sie richtete den Blick auf ihn, und sofort war es wieder um ihn geschehen.
Ihre ausdrucksstarken dunklen Augen, deren Farbe ihn an geschmolzene Schokolade erinnerte, hatten Fynn in ihrem letzten gemeinsamen Schuljahr stets in ihren Bann gezogen. Nach all der Zeit, die sie sich bereits gekannt hatten, hatte er sich damals tatsächlich in Josefine verliebt, was schmerzlich gewesen war. Immerhin hatte sie keinerlei Interesse an ihm gezeigt.
»Fynn? Fynn Gröner?«
Der fragende Tonfall, mit dem Josefine seinen Namen sagte, fühlte sich an, als habe ihm jemand ein Messer ins Herz gebohrt. Hatte sie ihn in den lächerlichen zehn Jahren, seit sich ihre Wege getrennt hatten, schon vergessen? Theatralisch griff er sich mit beiden Händen an die Brust und stieß hervor: »Bitte sag mir, dass du mich wiedererkennst! Du hast mich ganz bestimmt nicht einfach aus deinem Gedächtnis gestrichen.«
»Ich wollte eigentlich sagen, dass du erwachsen geworden bist. Doch das revidiere ich auf der Stelle. Du wirkst zwar reifer als damals auf dem Abiball, allerdings scheint es, als sei es bei einer rein körperlichen Entwicklung geblieben.« »Autsch!« Fynn lachte über ihren verbalen Seitenhieb. Das war die Josefine, die er kannte, in die er sich verliebt hatte und die es immer
noch verstand, ihn mit einem einzigen Blick aus ihren Schokoladenaugen aus der Bahn zu werfen. Ihr war schon immer anzumerken gewesen, dass sie viele Jahre lang in einem reinen Männerhaushalt gelebt hatte. Sie teilte derlei Hiebe aus, steckte sie aber auch problemlos ein.
Till, einer von Fynns älteren Brüdern, hatte das deutlich zu spüren bekommen, als er ihr in leicht angetrunkenem Zustand an den Po gefasst
hatte. Er konnte von Glück sagen, dass er damals mit einer Standpauke davongekommen war …

Hier gehts zur Gutschein-Aktion!

Hier könnt ihr - noch rechtzeitig zu Weihnachten - andere Romane aus meiner Feder signiert bestellen.


3. Dezember

Eins
April 2018 – Staigacker bei Backnang
Josefine

Als das Motorengeräusch des grünen Citroën Cactus erstarb, erwachte Josefines Angst. Sie lehnte sich im Sitz zurück und stieß den Atem aus.
Alles in ihr sträubte sich gegen das, was ihr nun bevorstand. Durch die Bäume hindurch, die den Parkplatz umgaben, konnte sie nur Teile der
Fassade des Pflegeheims sehen, in dem sie ihren Großvater wusste; als wollten sie verhindern, dass sie schon jetzt die Wahrheit erkannte.
Graue Wolken stürmten über das Gebäude hinweg. Ob sie alles mit sich rissen, was sich ihnen in den Weg stellte? Oder nahmen sie die
Seelen derer auf, die ihr Leben gelebt, die genug gelacht und gelitten hatten? So wie Josefines Großvater Johannes?
Nein, sie wollte ihn nicht ziehen lassen. Ihr war es völlig egal, dass das Pflegepersonal gern beteuerte, mit seinen 98 Jahren habe er ein
wirklich außergewöhnlich langes Leben geführt. Natürlich hatten sie damit recht, aber Johannes war nun mal Josefines einziges verbliebenes
Familienmitglied. Ohne ihn war sie vollkommen allein in dieser Welt.
Ihre Eltern hatten bereits damit abgeschlossen gehabt, eigene Kinder zu bekommen, als sich bei ihnen doch noch Nachwuchs angekündigt
hatte. Ihr Vater war von Beruf Gärtner gewesen und hatte Josefine gern »meine kleine Nachtkerze« genannt, weil diese zart duftende Pflanze eine große Überraschung für den Betrachter bereithält: Bei Anbruch
der Dämmerung öffnen sich die gelben Blüten mit einem hörbaren »Plopp«. Josefine sei, so hatte er stets beteuert, eine ebensolche Überraschung für ihn und seine Frau gewesen.

Drei Tage nach seiner Beerdigung war Josefine volljährig geworden, und Johannes hatte damals schon im Alten- und Pflegeheim Staigacker gelebt. Heute nun hatte sie einen Anruf der Pflegedienstleitung erhalten,
dass es ihrem Großvater zusehends schlechter gehe und sie mit dem Schlimmsten rechnen müsse …
Josefine zitterte, als sie ihren Rucksack ergriff , den sie jeder Handtasche vorzog. Noch heftiger bebte ihre linke Hand, mit der sie nach dem
Türgriff tastete. Ihr Verstand sagte ihr in einem fort, dass Johannes ein alter Mann war, lebenssatt und müde, und dass sie ihn gehen lassen musste. Ihr gepeinigtes Herz schrie jedoch vehement dagegen an. Vermutlich,
so befürchtete sie, wird wieder einmal das Herz als Verlierer aus dem Duell hervorgehen.
Nachdem sie den Wagen abgeschlossen hatte, ging sie über den Parkplatz, auf dem zu dieser Abendstunde nur noch wenige Autos
standen. Tief in Gedanken versunken, den Blick auf die dahinjagenden Wolken gerichtet und umgeben von den im kräft igen Wind rauschenden Bäumen, näherte sie sich dem Haupteingang des massiven Gebäudes
mit den drei nach hinten versetzten Gebäudefl ügeln und dem Türmchen, das keck über dem Mittelteil thronte.
Womöglich wäre alles anders gekommen, hätte Josefine nicht den Wolken nachgeschaut, in der Hoffnung, dass sie ihren Kummer und
ihre Angst mit sich davontrugen. Denn dann hätte sie ihn früher gesehen. Noch bevor er sie entdecken konnte.

Vielleicht wäre sie spontan genug gewesen, sich einfach umzudrehen und entweder einen anderen Eingang zu benutzen oder eiligst das Weite zu suchen und erst später nach ihrem Großvater zu sehen …


Soweit heute. Ich liebe es ja, derlei "Vorausblicke" zu schreiben. Leider landen sie nur selten im Buch, da viele Lektorinnen die Bedenken haben, dass sie zu sehr aus der Erzählperspektive fallen. Ich bin da großzügiger, was auch einen kleinen "Mix" anbelangt. Zudem bin ich mir sicher, dass sich die wenigsten Leser daran stören - zumal hier ja Spannung hervorgekitzelt wird. Und die halte ich in einem Roman für wichtiger, als das getreue Einhalten einer Perspektive. Das Thema führt gelegentlich zu Diskussionen mit den Lektorinnen - die ich für ihre Arbeit jedoch sehr schätze. Hier ist es mir gelungen, den Ausblick auf das Kommende sehr harmonisch einzufügen - also durfte er bleiben!

Im Prolog habt ihr ja "Olga" kennengelernt. Königin Olga von Württemberg gründete im Jahr  1864 die Stiftung, zu der auch das Alten- und Pflegeheim Staigacker gehört. Deshalb bot es sich für mich natürlich an, Johannes, Josephines Großvater, in jenem Heim unterzubringen. Zudem - und hier schließt sich der Kreis - war mein Schwiegervater einige Jahre lang genau dort Heimleiter. Mein Mann ist "auf dem Staigacker" aufgewachsen. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich Examinierte Altenpflegerin. Zur Ausbildung hatte ich mich auch auf dem Staigacker beworben, allerdings war ich dann in "Bethanien" in Stuttgart-Möhringen, da dort damals schon das duale Ausbildungssystem praktiziert wurde.

Ich weise nochmals auf die Gutschein-Aktion hin und die Möglichkeit, signierte Bücher als Weihnachtsgeschenke zu bestellen. Den Weg dorthin findet ihr, wenn ihr auf die entsprechenden Worte klickt. Ich wünsche euch einen schönen Tag und morgen einen ruhigen, besinnlichen 2. Advent.

2. Dezember

Das Mädchen lachte glockenhell auf und redete einfach weiter. Das kannte er so nicht von ihr; immerhin beobachtete er sie und ihre Geschwister häufig, wobei sie stets in sich gekehrt, ja schüchtern wirkte. Olga war die Stille, die Sanftmütige, diejenige, über die viele Bedienstete sagten, für die Verheiratung in ein anderes Herrscherhaus habe sie entschieden zu wenig Selbstbewusstsein, Eleganz und Schönheit mit auf den Weg bekommen.

Wilhelm hingegen fand sie einfach wunderbar! Allerdings würde er wirklich gern wissen, was sie ihm da gerade erzählte, denn ihr Wortschwall ging weit über ein einfaches Dankeschön für die Rettung ihres Hundes hinaus.

„Ich kann Sie leider nicht verstehen“, wagte er sie zu unterbrechen und bediente sich dabei der russischen Sprache. Seine Stimme klang seltsam rau.

Olga verstummte und neigte leicht den Kopf. Nun war es an ihr, die Schultern hochzuziehen.

Wilhelm geriet ins Schwitzen. War sein Russisch denn so schlecht? Er war in St. Petersburg geboren worden und zur Schule gegangen. Zu Hause hatten sie sich zwar immer auf Deutsch unterhalten, aber für den Unterricht hatte er sich die Landessprache aneignen müssen.

Olga stemmte ihre gepflegten blassen Hände in die pummelige Taille, wo eine schmale grüne Schärpe saß, und gab betont langsam einige französische Worte von sich. Jetzt erst wurde Wilhelm bewusst, dass die Zarewna seine Worte ebenso wenig verstanden hatte wie er ihren Redeschwall auf Französisch.

Irritiert trat er einen Schritt zurück. War das tatsächlich möglich? Konnte die erste Familie des Landes das russische Volk führen, ohne dessen Sprache zu sprechen? Damit erklärte sich ihm zumindest ansatzweise die Unzufriedenheit vieler Russen, die sich in gelegentlichen Gewaltakten gegen den Zarenhof entlud. Natürlich fühlten sie sich nicht ernst genommen, nicht gehört, nicht ... verstanden.

Sein Vater hatte Wilhelm vor einigen Jahren dabei erwischt, wie er Olga und ihre beiden Schwestern beobachtet hatte. Die Mädchen waren bei der Grotte am Großen Teich spazieren gegangen, und Wilhelm hatte versucht, ihnen unauffällig zu folgen. Der Koch hatte ihm eine Hand auf die Schulter gelegt und von einem goldenen Käfig gesprochen, von Menschen, die trotz Macht und Reichtum unfrei waren.

Damals hatte Wilhelm nicht begriffen, was sein Vater ihm damit sagen wollte – außer dass er sich nicht von der Zarenfamilie erwischen lassen durfte und dass die Mädchen tabu für ihn waren. Als Zehnjähriger hatte er darüber nur die Augen verdreht, heute war diese Tatsache jedoch ein Teil dessen, was ihn in seiner Freiheit beschnitt.

Doch der Rahmen, in dem Olga sich bewegen konnte, war offenbar noch deutlich enger als sein eigener. Dies begriff Wilhelm in dem Augenblick, als ihm bewusst wurde, dass Olga nicht einmal die eigene Landessprache beherrschte. Sie verstand weder die Bäckersfrau oder den alten Buchhändler in Zarskoje Selo noch das Marktweib, das in St. Petersburg Obst feilbot. Und niemand dort draußen verstand sie. Außerhalb des schützenden Kokons der gewaltigen Palastmauern, in denen die Zarenfamilie residierte, war Olga verloren. Wie ein kleines Boot auf dem Meer, das von den Wellen nicht getragen, sondern vielmehr verschlungen wird.

Wilhelm hatte zwar nicht die Freiheit, Olga zu umwerben, aber er war frei, sie zu bewundern und auf sie Acht zu geben, wenn sie durch den Park spazierte. Frei, ihr zu wünschen, dass sie lieben, leben und glücklich sein durfte.

„Du kommst mit? Bitte!“ Ein paar Brocken Deutsch hatte Olga bei ihrer Mutter wohl doch aufgeschnappt. Wilhelm atmete erleichtert auf, sah sich dann aber voller Unbehagen um. Er stand schon viel zu lange hier allein mit der jugendlichen Großfürstin. Zudem war seine Pause zu Ende. Sein Vater würde toben, schließlich war es nicht das erste Mal in dieser Woche, dass er zu spät in die riesige, überhitzte und von unangenehmen Gerüchen vollgesogene Küche zurückkehrte.

Olga bedeutete ihm, ihr zu folgen, also tat er es. Ebenso treu und ergeben wie ihr kleiner Hund. Zwar zuckte Wilhelm unangenehm berührt zusammen, als sie die Galatreppe betraten, doch er folgte ihr weiter in einem respektvollen Abstand. Sie war die Großfürstin, und er musste gehorchen, wenn sie ihn anwies, sie zu begleiten.

Seine Augen fingen staunend ein, was sein Verstand kaum zu erfassen vermochte. Vor ihm erstreckte sich eine Flucht von Gemächern, deren Anzahl er nur erahnen konnte. Mächtige Türdurchlässe, deren Rahmen mit goldenen Ornamenten geschmückt waren, nahmen ihn auf und entließen ihn wieder. Die verschlungenen Muster auf dem mehrfarbigen Parkettboden brachten seine Schritte aus dem Takt, da Wilhelm befürchtete, versehentlich eine Stelle zu betreten, die noch nie zuvor von einem Schuh berührt worden war. Jedenfalls glänzten die Böden, als würden sie im Stundentakt gebohnert. Gemälde in goldenen Rahmen, samtene Polsterstühle mit vergoldeten Beinen und Armlehnen, Stuck, Statuen, Uhren, Vasen … Glanz, Erhabenheit, Schönheit ... all das rauschte an ihm vorbei, wie Wellen an den Strand rollen und sich zurückziehen, herbeirollen, davonlaufen ... Es waren zu viele Eindrücke, um sie in Gänze wahrzunehmen, jedoch zu bedeutende, um sie zu übersehen.

Als Olga sich zu ihm umwandte, schloss Wilhelm schnell den Mund. Mit dem Zeigefinger auf den Lippen bedeutete sie ihm, dass er leise sein sollte. Allerdings hätte er ohnehin keinen Laut hervorbringen können, denn dazu war er gar nicht in der Verfassung. Sein Herz raste, wilder noch als vorhin, da die Zähne des großen Hundes seinem Arm so erschreckend nahe gewesen waren.

Olga huschte durch eine riesige weiße Flügeltür und betrat den nächsten Raum. Wilhelm folgte ihr. Geblendet kniff er die Augen zusammen, und vor lauter Staunen stand ihm schon wieder der Mund offen.

Durch die oben abgerundeten, bodentiefen Fenster fiel das Sonnenlicht auf Abertausende Bernsteine von unterschiedlicher Größe, Farbe und Schliffart. Diese warfen das Strahlen der Sonne nicht nur zurück, sondern verstärkten es. Wilhelm riss die Augen auf und fühlte sich wie einer jener Blinden, die Jesus damals geheilt hatte. Ich habe nie zuvor gesehen!

Langsam drehte er sich im Kreis. Er wagte es nicht, über das Muster auf dem Intarsienboden hinauszutreten, das seine Schuhe berührten. Zu sehr fürchtete er sich davor, dass sich ansonsten ein Loch auftun und ihn verschlingen könnte. Und das durfte nicht passieren, nicht bevor er dieses Wunderwerk der Bernsteinschnitzkunst ganz genau betrachtet hatte.

Er hatte soeben eine andere, ihm völlig fremde Welt betreten. Fasziniert und ehrfürchtig nahm Wilhelm die glimmende und schimmernde facettenreiche Pracht in sich auf und empfand pure Verzückung. Hatte Olga gewusst, dass er sich für Gestein und Mineralien aller Art interessierte? Er hätte gern studiert und die Welt bereist, um die verschiedenen Gesteinsschichten, ihre Entstehung, ihre Beschaffenheit zu erforschen. War nicht nur er heimlich von Olga angetan, sondern sie auch von ihm? Hatte sie ihn stets bemerkt, wenn er sich in ihrer Nähe herumdrückte? Sie musste sich nach ihm erkundigt haben. Woher sonst sollte sie wissen, welche Freude sie ihm damit bereitete, dass er diesen Raum betreten durfte; ihn nur ein einziges Mal in seinem Leben sehen!

Auch ohne mit Worten zu kommunizieren, stand völlig außer Frage, dass Olga ihm damit für die Rettung ihres Hundes dankte. Indem sie ihm einen Herzenswunsch erfüllte.

Olga trat näher und streckte die Hand aus, berührte Wilhelm aber nicht. So mutig war sie nicht. Aber sie lächelte ihn an. Mit dem Mund, mit den Augen, mit einem Strahlen, das von innen herauszukommen schien. Freute sie sich so sehr darüber, dass sie diesen Augenblick miterleben durfte? Verschenkte sie gern Freude und empfand Glück, wenn andere glücklich waren? Solche Menschen, hatte Wilhelms Mutter einmal zu ihm gesagt, sind die heimlichen Säulen der Erde.

„Fünf Minuten“, flüsterte Olga ihm in ihrem seltsam eingefärbten Deutsch zu, huschte dann zu einer anderen Tür, die ebenfalls vergoldete Rokokoelemente enthielt, und ließ ihn allein. Nun gab es nur noch ihn und das im Sonnenlicht golden strahlende Bernsteinzimmer.

So, damit haben wir das Ende des Prologs erreicht. Morgen tauchen wir dann in den Haupttext ein.
Hier noch einmal der Hinweis, dass ihr direkt bei mir signierte Bücher bestellen könnte - sie sind immer ein wertiges Geschenk!
Und natürlich könnt ihr "Die Erbin des Bernsteinzimmers" bereits beim Verlag GerthMedien vorbestellen. Oder bei mir - dann bekommt ihr das Buch signiert. Meine Tochter hat auch einen wunderschönen Gutschein kreiiert, den ihr zu Weihnachten verschenken könnt. Das Buch schicke ich dann sofort nach Erscheinen an die mir genannte Adresse.
Wie das geht, seht ihr hier: Gutschein-Aktion.

1. Dezember

Herzlich willkommen zum diesjährigen

Text-Adventskalender.

Auch in diesem Jahr findet ihr hier einige kleine Auszüge aus dem nächsten "großen" GerthMedien-Roman. Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Reinschnuppern und WUNDERschöne Adventstage.

Für diejenigen, die "Bernstein" gern zu Weihnachten verschenken möchten - entweder einem lieben Menschen oder sich selbst - gibt es wieder die WeihnachtsGeschenkGutscheinAktion.

Die Bücher werden von mir gleich nach Erscheinen (März 2023) ganz persönlich signiert verschickt. Und vielleicht findet der eine oder andere Beschenkte ja auch ein paar Bernsteinsplitter im Päckchen ...

Als Josefine von ihrem ehemaligen Klassenkameraden Fynn aufgesucht wird, ist sie mehr als irritiert: Der junge Mann, der inzwischen ein großer Abenteurer und erfolgreicher Schatzsucher ist, versucht sie davon zu überzeugen, dass ihr im Sterben liegender Großvater wissen könnte, wo das sagenumwobene Bernsteinzimmer versteckt ist. Tatsächlich gibt der geschwächte Mann ihnen den Hinweis auf den Verbleib des von den Nationalsozialisten geraubten und seit 1945 verschollenen Bernsteinschatzes. Also begeben sich die beiden auf die nicht ungefährliche Suche nach diesem großen Mysterium ...

Eine auf zwei Zeitebenen spielende Geschichte über Vertrauen, Mut und den Glauben an die Freiheit eines jeden Menschen, das Richtige zu tun - egal, wie schwierig die Umstände auch sind.

Vorwort

Den Roman Die Erbin des Bernsteinzimmers habe ich bereits im Jahr 2019 geplant und zu schreiben begonnen. Durch allerhand Turbulenzen musste ich jedoch frühzeitig abbrechen, denn andere Manuskripte erhielten den Vorrang. Da ich das Thema weiterhin interessant fand, habe ich den Roman nun endlich zu Ende geschrieben – auch dank des Stipendiums NEUSTART KULTUR der VG WORT. Das Ergebnis halten Sie in den Händen.

Ich persönlich mag die warme Farbe von Bernstein, und vielleicht haben Sie ja auch das eine oder andere Bernsteinschmuckstück zu Hause. Was ich im Buch leider nicht mehr untergebracht habe, waren Details zur Bearbeitung des fossilen Harzes. Aber heutzutage ist es ja nicht schwer, sich selbst ein wenig darüber zu informieren.

Ein Hinweis noch von meiner Seite: Achten Sie beim Lesen bitte genau auf die Datumsangaben, vor allem bei den Abschnitten aus den 1940er-Jahren. Dort gibt es – der Dramaturgie geschuldet – nämlich mehrere Zeitsprünge, auch mal vor und zurück.

Auch in diesem Roman habe ich einige historische Personen in meinen Text verwoben. Einen Überblick über deren Lebensdaten finden Sie am Ende des Buches.

Während des Schreibens habe ich mich mit dem Thema „Freiheit“ beschäftigt und mir überlegt, ob diese wirklich immer grenzenlos ist. Bisher bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Meine persönliche Freiheit endet genau dort, wo die meines Nächsten beginnt.

Vielleicht möchten Sie mir ja Ihre Gedanken zum Thema „Freiheit“ mitteilen. Zuerst jedoch wünsche ich Ihnen ein spannendes Leseerlebnis!


Prolog

1837 – Zarskoje Selo

Wilhelm

„Freiheit“ war nach Wilhelms Auffassung etwas, was innerhalb eines eng gesteckten Rahmens stattfand. Dabei war dem Fünfzehnjährigen bewusst, dass die Begrenzungen seines Lebens durchaus enger waren als noch vor fünf Jahren. Zugleich aber bedeutend weiter als jene, mit denen die meisten anderen Menschen im russischen Reich leben mussten. Für den Sohn eines deutschen Kochs, der von der Zariza Alexandra Fjodorowna höchstpersönlich nach St. Petersburg beordert worden war, war es nun mal vorgesehen, dass er in die Fußstapfen seines Vaters trat.

Also lernte Wilhelm, die exquisitesten Speisen zuzubereiten, sowohl in überschaubaren als auch in ausufernden Mengen. Man brachte ihm bei, die Beiköche und Küchengehilfen anzuleiten und sie gelegentlich auch zurechtzuweisen, damit er einst eine gesicherte Anstellung als erster Koch der Zarenfamilie einnehmen könnte. Dabei interessierte es niemanden, dass Wilhelm den Geruch von heißem Fett hasste. Und dass er stets dagegen ankämpfte, sich nicht zu übergeben, sobald ihm das in die Nase stieg, was sein Vater und die Zarenfamilie den „delikaten Duft eines perfekt zubereiteten Fischgerichts“ nannten.

Wahre Freiheit würde für Wilhelm bedeuten, nicht tagein, tagaus in der Küche stehen zu müssen, um den Anforderungen von Zar Nikolaus I. gerecht zu werden, vor allem aber denen seines Vaters. Wie gern würde er wieder zur Schule gehen. Schließlich gab es noch so viele wunderbare Geheimnisse zu ergründen, die ihm nun wohl für immer verschlossen bleiben würden.

Das laute Bellen eines Hundes, dem sich ein tiefes, grollendes Knurren entgegenstellte, ließ Wilhelm erschrocken den Kopf heben. Er hatte seine Pause dazu genutzt, sich im Lustgarten des Katharinenpalasts herumzudrücken. Versteckt hinter Schatten spendenden Bäumen und hohen Hecken war er gedankenverloren von einer Statue zur nächsten spaziert und hatte sich wieder einmal seinen unerfüllbaren Träumen hingegeben. Hatte Traumschlösser erbaut, die größer waren als jene, in denen die Zarenfamilie abwechselnd wohnte, und die täglich von der Realität eingerissen wurden.

Da er hier keinesfalls erwischt werden wollte, spickte Wilhelm vorsichtig an einer Strauchreihe vorbei. Was er sah, brachte sein Herz zum Stolpern.

Ein großer dunkelbrauner Hund, vermutlich der eines Gastes, bedrohte das verwöhnte Windspiel von Zarewna Olga. Dem Tier troffen Sabberfäden aus dem Maul, dann schnappte es mit seinen langen, spitzen Zähnen boshaft zu. Der wendige kleine Windhund entzog sich dem Angriff durch eine schnelle Drehung, war allerdings nicht bereit, das Feld zu räumen. Vielleicht weil er zu verspielt war, vielleicht aber auch, weil er wie die Zarensprösslinge um seinen Wert und seine Freiheiten wusste. Nur dass man das dem zotteligen Angreifer nicht gesagt hatte …

Ohne über die Folgen nachzudenken, stürzte Wilhelm hinter der Hecke hervor und klatschte mehrmals kräftig in die Hände, da er die Aufmerksamkeit des angriffslustigen Tieres auf sich lenken wollte. Dann packte er den nun einigermaßen verwirrt dreinblickenden Köter im Nacken und zerrte ihn von Olgas Schoßhündchen fort, das erneut wütend kläffte. Als hätte es selbst den Sieg über den unfreundlichen Artgenossen errungen.

Wilhelm hatte das raue Fell des Hundes zwar fest im Griff, wusste aber nicht, was er als Nächstes tun sollte. Vor allem weil sich die Aggression des Tieres nun gegen ihn richtete. Angst bemächtigte sich seiner. Er sah sich bereits mit zerbissener, blutüberströmter Hand.

Ein lauter Pfiff gellte durch den Garten und wurde von der türkisblauen Fassade der pompösen Sommerresidenz mit den weißen und goldenen Schmuckelementen zurückgeworfen. Der Hund hielt plötzlich ganz still und schickte sich an davonzurennen. Erleichtert ließ Wilhelm ihn gewähren, wirbelte aber herum, als er eine aufgeregte Mädchenstimme vernahm.

„Merci beaucoup.“

Keine vier Meter von ihm entfernt kauerte Olga. Die Zarewna hatte sich aus Angst vor dem fremden Hund unter einer der vielen Buchsbaumhecken versteckt. Nun erhob sie sich und schüttelte den cremefarbenen Rock ihres Kleides aus. Sie kam auf Wilhelm und ihr Schoßhündchen zu, das neugierig an Wilhelms weißer Hose schnupperte, wohl fasziniert von den Essensgerüchen, die der Dienstkleidung anhafteten.

Wilhelms Gesicht lief rot an. Von den sieben Zarenkindern war Olga ihm das Liebste. Nicht nur weil sie beide gleichaltrig waren, sondern auch weil das Mädchen sanfteren Gemütes war als die übrigen Geschwister; freundlicher zu den Bediensteten. Wenn er ihr einmal zufällig begegnete – was zu Wilhelms Bedauern viel zu selten geschah –, grüßte sie ihn stets mit einem zurückhaltenden Lächeln. Seiner Meinung nach ging Olga mit weitaus weniger Arroganz durchs Leben als ihre Schwestern, und im Gegensatz zu ihren Brüdern zeigte sie keinerlei Freude an dummen Possen, die mitunter auch den Angestellten gespielt oder ihnen in die Schuhe geschoben wurden. Denn wer widersprach schon einem Zarewitsch?

Olga, von ihren Geschwistern liebevoll Olly genannt, sprach weiter auf Wilhelm ein, gleichzeitig streichelte sie das kurze graue Fell des Windspiels.

Da er kein Wort Französisch verstand, zog Wilhelm nur hilflos die Schultern hoch. Dabei fiel ihm siedend heiß ein, dass er der Großherzogin mehr Respekt erweisen sollte, also vollführte er einen ungelenken Diener.



DER SOMMER DANACH hat es Dank eurer Stimmena auf die Shortlist des Community Awards (Lovelybooks.de) geschafft. Jetzt gilt es, erneut für den Roman abzustimmen. (Kategorie: Historische Romane) Herzlichen Dank dafür!


Wer schon einmal nach der Weihnachts-Geschenk-Gutschein-Aktion schauen möchte - die gibt es natürlich auch in diesem Jahr. Hier ist der LINK.

Die neuen Covers für Das Schimmern der Träume und Der Glanz eines neuen Morgens - plus Klappentexte findet ihr auf den entsprechenden Seiten.

Nächstes Jahr im März gibt es eine Neuauflage von Skarabäus und Schmetterling. Auch hier findet ihr das neue Cover auf der entsprechenden Seite.

Und ebenfalls im März gibt es den neuen "großen" GerthMedien-Roman Die Erbin des Bernstezimmers. Das Cover findet ihr ebenfalls auf der entsprechenden Buchseite - einfach dem Link folgen.


Träume im Wind ist der erste Band einer Dilogie - deren Bände unabhängig voneinander gelesen werden können - und kommt bereits Ende Juni auf den Buchmarkt. Erscheinen wird der Normandie-Roman über drei ganz unterschiedliche Frauen, die sich zusammenraufen müssen, bereits Ende Juni 2022 bei Tinte & Feder. Cover und Klappentext findet ihr HIER.

Und auch die Töchter der Freiheit - Reihe geht weiter. Band 3 und Band 4 sind bereits in Vorbereitung. Inzwischen habe ich auch die Titel erfaahren, und ich freue mich darauf, sie bald verraten zu dürfen!

Bei Gerth Medien gibt es ab Herbst ein Weihnachtsgeschichtenkurzgeschichtenbuch (puh!) aus meiner Feder. Kurz: Ein WeihnachtsBüchle!

Der Titel: Das beste Geschenk von allen. Klapptentext und Cover gibt es HIER.

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Im Februar bei be / Bastei Lübbe erschienen:

Der zweite Teil der TÖCHTER DER FREIHEIT-Reihe

Die Funken der Hoffnung


Im März bei GerthMedien erschienen:

Der Sommer danach

Die berührende Geschichte einer mutigen Frau.
Bestseller-Autorin Elisabeth Büchle beschäftigt sich in ihrem neuen Roman „Der Sommer danach“ nicht nur mit der deutschen Vergangenheit, sondern begibt sich auch auf eine Spurensuche in ihre eigene Familiengeschichte.

„Der Sommer danach“ spielt im Nachkriegsdeutschland und erzählt die Geschichte der jungen Deutschen Karla. Das Besondere an diesem Charakter: Karla könnte tatsächlich nichts von den Machenschaften der Nationalsozialisten gewusst haben.

 In diesem Zusammenhang stellt Elisabeth Büchle ihrer Leserschaft und sich selbst die Frage: Wie hätte ich zur Zeit des Nationalsozialismus gehandelt? Das Ergebnis ist ein fesselnder, auf tatsächlichen Begebenheiten basierender Roman, der die innere Zerrissenheit von Autorin und Protagonistin in Einklang bringt.

In „Der Sommer danach“ entführt die Top-Autorin die Leserinnen und Leser ins Potsdam der Nachkriegszeit. Die junge Deutsche Karla lernt die Britin „Moneypenny“ kennen, die sie im sowjetischen Sektor in gefährliche Heimlichkeiten verstrickt. Karlas Kampf gegen Hunger und Einsamkeit sowie ihre verbotene Liebe zu einem Briten sind bei Weitem nicht die größten Herausforderungen, denen sie begegnet.

Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

und

Wohin der Wind uns trägt.

Endlich wieder da:

Seit vielen Jahren ausverkauft, auf vielfachen Kundenwunsch aber nun wieder erhältlich: „Wohin der Wind uns trägt“ in einer sprachlich und optisch überarbeiteten Neuauflage.

In einem ihrer ersten Romane erzählt Elisabeth Büchle die packende Geschichte der 18-jährigen Joanna Steinmann, die sich nach einigen Schicksalsschlägen mit ihren fünf Geschwistern auf den langen und beschwerlichen Treck in den Westen der USA aufmacht. Im Handgepäck haben sie die Hoffnung auf einen Neubeginn, auf ein neues Leben. Während ihrer Reise geraten die Geschwister immer wieder in bedrohliche Situationen und müssen zudem gegen eine Intrige in ihrer Heimat ankämpfen. „Wohin der Wind uns trägt“ bietet Kopfkino-Garantie vom Feinsten und lädt dazu ein, tief in das Amerika der Pionierzeit einzutauchen.


„Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen! Schuld daran waren nicht nur die spannenden Szenen, es lag auch an dem schönen Sprachstil mit den bildlichen Beschreibungen.“
(Leserstimme)

28.03.2022:

In diesem Jahr wird es leider den 3. Teil der Liliensee-Reihe nicht geben. Dieser ist auf 2023 verschoben worden. Der Verlag und ich bitten hierfür um Verständnis.

Allerdings gibt es dafür im Herbst/Winter 2022 ein "Überraschungs-Büchle" bei GerthMedien.

Außerdem dürft ihr euch ab Ende Juni auf einen neuen Noa C. Walker-Roman bei Tinte&Feder freuen. Das Cover ist noch in Arbeit, aber den Werbetext habe ich euch hier bereits eingestellt.

Schaut mal hier: Träume im Wind